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Horb

Ausstellung "Die Friedensmacher" im Kloster Horb; Ausschnitt aus dem Bericht von Volker Schmid in der Horber Chronik:

Mit der Fotoausstellung "Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher" wurden am Samstag im Kloster-Forum die neunten Horber Friedenstage unter dem Motto "Frieden geht anders!" eröffnet. So lange noch Rekordsummen für Rüstung ausgegeben werden, die BRD noch immer Rüstungsgüter exportiert und selbst aus der Horber Hohenberg-Kaserne Soldaten nach Afghanistan geschickt werden, bleibt die Bedeutung der Friedenstage laut Helmut Loschko vom Projekt Zukunft weiterhin eine große.

Deshalb bieten die neunten Horber Friedenstage nun drei Wochen lang ein vielseitiges und vor allem kritisches Programm, um so von der Faszination und der Machbarkeit des Friedens zu berichten. Nachdem Loschko die Gäste als "Liebe Kämpfer für den weltweiten Frieden" begrüßt hatte, lobte FD/FW-Stadtrat Daniel Wochner in Vertretung des Oberbürgermeisters Michael Theurer die Horber Friedenstage als Traditionsveranstaltung. "Mich freut es, dass es die Horber Friedenstage gibt", erklärte Wochner, gab aber auch zu, dass er als Liberaler kein absoluter Pazifist im Sinne völliger Gewaltfreiheit sein könne. Es sei jedoch wichtig, so Wochner, durch die Friedenstage auf Missstände in der Welt hinzuweisen: "Wir müssen den Umgang in der Welt neu definieren." Günther Gugel ist Geschäftsführer des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen, das laut Helmut Loschko eine "bemerkenswerte Arbeit im Bereich der Friedenspädagogik" leistet. Und doch werden dafür, so Loschko, im Vergleich zur Rüstung deutlich weniger öffentliche Gelder ausgegeben.

Günther Gugel gab eine Einführung in die Ausstellung "Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher". Im ganzen deutschsprachigen Raum gebe es kein ähnlich aufgearbeitetes Lernprojekt. Denn zur Ausstellung gibt es vielfältiges didaktisches Material, Podcasts, eine CD, ein Buch und sogar einen Film. Friedensjournalismus heißt die Devise. Statt voyeuristische Bilder zu zeigen und die Schwächen der Menschen auszunutzen, werden diese begleitet. So stehen auch keine abstrakten Philosophien im Mittelpunkt, sondern reale Biographien aus vielen Ländern. Positive Beispiele aus Mali, Brasilien, Sri Lanka, Nordirland, Südafrika, Japan, Israel, Mazedonien und von den Philippinen sollen zeigen, wie faszinierend Frieden sein kann.

 

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