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Davao-City, 22. Mai bis 2. Juni 2008

Die Station Peace Counts in Davao-City, Philippinen, war die erste mit Brot für die Welt als Partner. Die Workshop-Teilnehmer kamen vor allem aus dem NGO-Sektor, der in der Krisenprovinz Mindanao und den umliegenden Inseln sehr aktive im Bereich zivile Konfliktprävention ist. Davao-City ist die Hauptstadt von Mindanao.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Museo Dabawenyo sprach Pater Robert Layson über seine Erfahrungen mit der Peace Zone in Pikit. Die Musik- und Tanzgruppe Kaliwat begleitet Eröffnung und Workshops. Ihre Kostüme und Songs gaben der Tour eine Leichtigkeit, die sie bis dahin nicht gehabt hatte. Über zweitausend Besucher sahen sich im Museo Dabawenyo die Peace Counts-Geschichten an. Das Museo liegt direkt gegenüber dem Rathaus. Bis vor kurzem war in dem Gebäude das Appelationsgericht Mindanaos untergebracht. Zu Marcos' Zeiten wurden dort auch politische Urteile gesprochen. Peace Counts on tour war die erste Ausstellung und Veranstaltung im Museum. Auf Bitten der Museumsleitung wurden Exponate zur Bestückung einer "Peace Counts Hall" zurück gelassen. Sie trägt nun dazu bei, dass das Museo mangels Bilder nicht wieder geschlossen wird.Gemäß einer philippinischen Tradition versammelten sich die Workshop-Teilnehmer jeden Abend zum so genannten Storytelling. Sie setzten sich in Bastmatten im Kreis, ein Redner nach dem anderen erzählt aus seinem Leben. Die uralte Erzähltechnik wird heute von NGOs angewendet, um marginalisierten Gruppen ein Forum für Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Kriegserlebnisse zu geben.Peace Counts on tour fand noch in relativer Ruhe in der Krisenprovinz statt. Wenige Wochen später brach wieder Krieg aus.

 

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